"Kein auswärtiger Atommüll nach Landshut!"

JUNGE FREIE WÄHLER diskutieren bei Landesvorstandssitzung über Energiewende

22.06.2015 – 

Enkering (BS) Eine „Energiewende mit Struktur“ forderten die JUNGEN FREIEN WÄHLER (JFW) Bayern bei ihrer Landesvorstandssitzung in Enkering. Dagegen stelle sowohl die Bayerische Staatsregierung als auch die Bundesregierung mit ihrem Handeln die Energiewende infrage. „Die Minister sind zu den Marionetten der Energiekonzerne geworden und sind nun selbst ihre besten Lobbyisten“, sagt JFW-Landesvorsitzender Christian Hanika. Dagegen fordern die JUNGEN FREIEN WÄHLER ein Konzept, das von der energetischen Gebäudesanierung öffentlicher Einrichtungen bis zum bedarfsorientierten Ausbau der Stromnetze reicht. „Damit ist aber keine Monsterstromtrasse gemeint, deren Zweck es sein soll, Kohlestrom aus dem Norden nach Bayern zu transportieren“, stellt Hanika klar. In dem Konzept sollen alle Beteiligten mit einbezogen werden, von der Bundesnetzagentur, den Energieversorgern über die Ministerien bis hin zu den Bürgern, um in Bayern eine Bürgerenergiewende zu ermöglichen. „Sollte die gemeinsame Bürgerenergiewende scheitern, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die ersten Atomkraftwerke reaktiviert werden“, erklärt Hanika.

 

Zudem fordern die JUNGEN FREIEN WÄHLER, den Atommüll in Deutschland gerecht zu verteilen. „Dazu gehört aber sicherlich nicht, deutschen Atommüll aus Wiederaufbereitungsanlagen in Großbritannien und Frankreich im Brennelemente-Zwischenlager Niederaichbach bei Landshut aufzunehmen“, sagt die Landshuter JFW-Kreisvorsitzende Bettina Schwarz. Das Zwischenlager sei ausschließlich für den Atommüll aus den Kernkraftwerken Isar 1 und Isar 2 bestimmt. „Außerdem gibt es noch nicht einmal eine Schutzmauer, obwohl dies bereits seit Jahren vonseiten der FREIEN WÄHLER gefordert wird“, fügt Schwarz hinzu. Insbesondere für die Anwohner aus Niederaichbach und Essenbach sei es eine Zumutung, zwar ein de facto-Endlager in direkter Nähe zu haben, jedoch keine dringend notwendige Schutzmauer.